Kaffee-Fokus

Ein schwarzes, psychotropes, koffeinhaltiges Heißgetränk

Wird der Coffeinkonsum stark verringert, können Entzugserscheinungen auftreten, die aber meistens nur von kurzer Dauer sind. Als Entzugssymptome wurden in einer empirischen Studie beobachtet: Kopfschmerzen, Erschöpfung, Energieverlust, verminderte Wachsamkeit, Schläfrigkeit, herabgesetzte Zufriedenheit, depressive Stimmung, Konzentrationsstörungen, Reizbarkeit und das Gefühl, keine klaren Gedanken fassen zu können.[1]

Jeden Morgen werden ein paar Millionen Liter Kaffee in Deutschland getrunken. Egal ob schwarz, mit Milch, Zucker oder Süßstoff versetzt, hat sich das, ursprünglich nur den Reichen vorbehaltene, Getränk bereits in jeder Gesellschaftsschicht etabliert.

Mit seinem prägendem bitterem Geschmack und der leicht aufputschenden Wirkung eignet sich Kaffee doch tatsächlich zu fast jeder Tageszeit. Ob morgens direkt nach dem Aufstehen, als erste Tätigkeit auf der Arbeit, als Wachmacher nach dem Mittagessen bzw. Abendessen. Ist man Kaffeetrinker, geht Kaffee eigentlich immer.

Wo sich heute noch die Geister scheiden, ist nicht ob und wann, sondern eher die Frage wie? Filterkaffee? Nespresso? Oder doch lieber irgendein Vollautomat? Den Kaffee, den ich gerade genieße, stammt vermutlich aus einem Vollautomaten. Nur die wenigsten Cafés benutzen heute noch eine Filterkaffeemaschine – wer kann es ihnen verdenken?
Er muss für jeden Gast passend heiß und frisch aufgebrüht sein. Schmecken tut er ja eigentlich auch ganz gut.

Kaffee
Schwarzes Gold – von Kyle Meck

Zuhause setze ich aber doch lieber auf klassischen Filterkaffee. Alleine schon wegen der Preisfrage. Bei Amazon fangen die meisten Kaffeevollautomaten bei circa 400 – 500 Euro an. Dafür kann man sich natürlich auch gleich zehn Filterkaffeemaschinen holen (alle in verschiedenen Farben und man wird wieder ein Stück hipsterer). Dazu kommt die Arbeit beim sauber machen. Jede Woche die Einzelteile säubern? Nur ein Teil ist spülmaschinenfest? Irgendwie bin ich dazu als Privatperson deutlich zu faul.

Blieben also noch die Kapselmaschinen von Nespresso und Co. Angesiedelt im gleichen Preissegment wie etwas teurere Filterkaffeemaschinen, bieten sie nahezu den gleichen Komfort der Vollautomaten. Wasser auffüllen, Kapsel rein, Knopf drücken, kurz warten, Kapsel entfernen (alternativ dazu noch die Finger verbrennen), fertig ist der Kaffee. Einen Haken hat die Sache dann aber doch. Heruntergerechnet auf eine Tasse Kaffee ist diese Art nun auch nicht gerade billig. Außerdem entsteht mit jeder Kapsel wieder ein Stück Plastikmüll. Ein wenig Hippie sein schont hierbei also nicht nur die Umwelt, sondern auch den Geldbeutel.

Den letzten Absatz möchte ich den Menschen widmen, die – wie ich – nicht einmal vor kaltem Kaffee halt machen. Frische Kaffee von gestern schmeckt nämlich gar nicht alt und abgestanden, er ist nur ein Tick länger frisch gewesen. Nach dieser Devise gehört es auch zu den ersten Dingen, die ich tue, wenn morgens auf die Arbeit komme. Kaffee holen und dabei noch schnell den übrigen Rest von gestern runterkippen. Aber Achtung! Solltet ihr gelegentlich auch Kaffee mit Milch trinken, so schaut doch morgens kurz vorher in die Tasse. Alter Milchkaffee ist nicht mehr genießbar, sollten schon Flocken auf der Oberfläche schwimmen. So könnt ihr euch den Weg zum Spüle mit vollem Mund sparen. Ist nicht so cool – ich spreche da aus Erfahrung.

[1] Coffein – Wikipedia

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